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RUDA

          

 

Rudas erste Erwähnung findet man im so genannten Rejestr Ujazdowski (Registrum Vyasdense), das heißt im Buch der finanziellen Ausstattung des Bistums Wrocław, das in den Jahren 1295-1305 angefertigt wurde. Das Dorf Ruda wurde in der Nachbarschaft der bestehenden Straßen Bujoczka und Starowiejska errichtet. Die Besiedlung in diesem Gebiet war mit der Förderung von Erzen verschiedener Metalle verbunden - daher der Name Ruda (dt.: Erz). Der Eigentümer des Wohnortes Ruda war die Familie Rudzki, die das Dorf im 14. Jahrhundert (1396) erwarb. Seitdem war Ruda in Privatbesitz. Im Jahr 1540 wurde Ruda von Jan Gieraltowski aus Chudów erworben, dessen Familie bis 1622 über das Dorf herrschte. 1643 übernahm Marianna Koniecka mit ihrem Mann Alexander Biały-Bielsko als Folge von Gerichtsverfahren Vermögenswerte. Diese Familie gehörte wahrscheinlich zu den letzten Besitzern, die im Rudaer Schloss lebte. Ein weiterer wichtiger Besitzer war der Baron Franz Wolfgang von Stechow, der im Jahre 1748 Ruda kaufte und bereits seit 1738 das Dorf Pławniowice besessen hatte. Im Jahr 1798 ging Ruda in die Hände des Enkels von Stechow, des Grafen Karl Franz von Ballestrem, über. Seitdem kümmerte sich die Familie Ballestrem um das Majorat Ruda-Biskupice-Pławinowice, und erst 1945 endete ihre „Herrschaft“ mit dem Tod des Grafen Nicolas.

Die gesetzliche Vorschrift, die auf Antrag des Barons von Stechow die Erschaffung eines Majorats auf den Gebieten von Ruda, Biskupice und Pławniowice vorsieht, datiert auf den Moment, an dem das erste Kohlebergwerk in Ruda enstand, also auf den 23.01.1752. Baron Franz Karl von Stechow berichtete dem preußischen Landesbergamt 1770 von einem schon seit österreichischen Zeiten aktiven Bergwerk unter dem Namen „Brandenburg“. Er erhielt die Bergbauverleihung zur Gewinnung von Bodenschätzen. Nach Baron Stechows Tod erbte Graf Karl Franz von Ballestrem im Jahr 1798 das Majorat. Die Familie Ballestrem wurde bald ein Industriepotentat in Oberschlesien, durch Investitionen in verschiedenen Industriezweigen und durch den Aufbau eines großflächig aktiven Konzernes. Der Familie Ballestrem gehörten Ländereien in Ober- und Niederschlesien sowie Bergbauverleihungen auf den Gebieten von Ruda und Biskupice. Dort wurden die Minen „Brandenburg“, „Wolfgang“ und „Graf Franz“ in Ruda und das Bergwerk „Castellengo“ in Rokitnica sowie kooperierende Werke wie das Kraftwerk „Mikołaj“, die Kokerei „Walenty“, ein Schamottewerk und eine Sandbahn betrieben – Besitztümer des Konzernes "Borsig". Darüber hinaus besaß Familie Ballestrem eine Mehrheitsbeteiligung an der „Oberschlesischen Eisenbahn Bedarfs Aktiengesellschaft“ („Oberbedarf“). Das Direktorium von „Dobra Hrabiego Ballestrema“ („Die Waren des Grafen Ballestrem“) verwaltete die Ländereien in Ober- und Niederschlesien, Österreich, der Tschechoslowakei und führte darüber hinaus auch die Filialindustriebetriebe. Gleichzeitig mit der Entwicklung der industriellen Infrastruktur war die Konstruktion von Arbeiterwohngebieten für Mitarbeiter von Ballestrems Konzern im Gang, die unter anderem an der heutigen Kościelna-Straße und Staszica-Straße, entlang der Szczęść Boże-Straße und innerhalb der Kolonie Carl Emanuel, sowie in Rudzcka Kuźnica erstanden. Grundlegende Veränderungen in der Organisation des Ballestrem-Konzerns folgten im Jahre 1922 nach der Teilung Oberschlesiens. Die bisher in Ruda befindliche Verwaltung des Konzerns wurde auf die deutsche Seite nach Gliwice verlegt. Auf der polnischen Seite wurde eine Firma namens „Wschodnio-Górnośląskie Zakłady Przemysłowe hrabiego Mikołaja Ballestrema” ("Ost-oberschlesische Industriebetriebe des Grafen Nikolas Ballestrem") gegründet. Zum neugegründeten Unternehmen gehörten die Betriebe in der Nähe von Ruda. Kraft eines am 10.07.1939 von dem Parlament Schlesiens verabschiedeten Gesetzes erhielt Ruda Stadtrechte, die jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg in Kraft traten. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch Godula, Orzegów und Chebzie eingegliedert. Seit dem Jahr 1959 bildet Ruda, zusammen mit Nowy Bytom, die Stadt Ruda Śląska.

 

Touristenstraße

 

Historische Gebäude im aldermanry*

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www.rudaslaska.pl

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